Butt Parade - 13 Mai bis 28 Mai 2022 - Vernissage 13.5.2022 17:30 Uhr

Jan Leenders ist ein Belgischer Künstler, dessen Gemälde den Betrachter wahrscheinlich oft mit einem “warum?” konfrontiert. Ob er es selber weiß? Wahrscheinlich nicht. Mit nur wenigen Objekten baut er eine Erzählung auf in seinen Gemälden: Helme. Ein Fußballfeld. Bananen. Ein Tisch. Ein Tennisplatz. Ein leerer Raum. Ein abstrakter Kopf. Und neuerdings ist seine Leinwand ein männlicher hintern. Ein Selbstportrait? Das bleibt offen.

Er erregt Aufsehen und er führt in die Irre. Jan Leenders nutzt den Satz „felt cute, might delete later“ als Titel für seine Po-Bilder. Die ursprüngliche Bedeutung ist, dass jemand sich selbst auf dem Foto mochte, als er das Selfie aufgenommen und gepostet hat, dass er es aber vielleicht später löscht, weil er seine Meinung über das Bild ändert oder beschließt, dass es nicht zur Ästhetik seines Social Media Feeds passt, so Liz Sommer in ihrem Artikel von 2018 auf stayhipp.com.

Nun könnte man annehmen, dass Jan Leenders die Selfie-Kultur und den damit einhergehenden Narzissmus anprangert. Jedoch bestätigen mehrere Quellen das Leenders geradezu meinungslos ist und schon immer war.

Zitat eines Kunstsammlers: „Er ist nur ein Angeber, der die Leute mit seinem Witz in die Irre führt. Ich gebe zu, er hat mich auch reingelegt, aber es wird nicht wieder vorkommen. Leider sehe ich immer noch, wie viele meiner Sammlerkollegen auf diesen – wie ich es nenne – Betrüger hereinfallen.“

Ein auf Instagram renommierter, aber völlig überschätzter Kurator besteht darauf, dass all dieses Vortäuschen dazu geführt hat, dass Leenders unter dem Imposter-Syndrom leidet: „Seine früheren Textarbeiten sind voller Selbstzweifel und untergraben seine eigenen Leistungen. Das müssen die Betrachter doch bemerkt haben!“ Ein Galerist bestätigt: „Sogar seine Erklärungen als Künstler sind ein Beweis dafür.“

Jan Leenders selbst behauptet, seine frechen Gemälde seien Selbstporträts, obwohl viele Quellen bestätigen, dass sein Hinterteil weit weniger attraktiv ist als die, die er in seinem künstlerischen Werk darstellt. „Wenn ich Leenders treffe, versuche ich immer, nur seine Vorderseite zu sehen. Von seinem Hintern bekomme ich wirklich Alpträume“, gestand eine Quelle. „Es sind nicht nur Albträume. Ein Psychiater könnte zu dem Schluss kommen, dass der Anblick von Leenders‘ Hintern – selbst in Kleidung – ein so schweres psychisches Trauma auslöst, dass du dich nie wieder ganz davon erholen wirst“, fügte eine andere Quelle dramatisch hinzu.

Ihn einzusperren wäre eine Lösung. So bleibt der Menschheit weiteres Leid erspart.

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DON'T CISS A CACTUS - 8 April bis 23 April 2022

Don‘t kiss a cactus“ Hamburger Künstler Florian Huber zu Gast in der Golden Ei Gallery

Weisweil. Das Leben feiern impliziert oft auch Vergänglichkeit. So hoch wie die Stimmung in einer durchtanzten Partynacht kocht, so schnell ist diese verflogen und gehört der Vergangenheit an. Was bleibt sind Erinnerungen – und stumme Zeugen.

Diese setzt der Hamburger Künstler Florian Huber in der Golden Ei Gallery vom 8. Bis zum 23. April in Szene.

Piñata-Skulpturen, zerplatze Luftballons, Konfetti – Überbleibsel feierlicher Augenblicke – all das verarbeitet Huber in seinen Werken. Er fügt die Materialien, die für ihren ursprünglichen Zweck ausgedient haben, zu abstrakten Bild-Objekten zusammen, deren Reiz vor allem in ihrer anziehenden Farbigkeit und dem glänzenden Überzug liegt. Als „Colourful Moments“ werden sie zu individuell erlebbar. Der Anlass, für den die Materialien einst dienten, rückt in den Hintergrund, wichtig sind allein der symbolische Wert und die jeweils eigenen Erinnerungen, die bei den Betrachtenden ausgelöst werdenWas zunächst vor allem provokativ poppig erscheint, zeugt bei näherer Betrachtung von einer tiefergreifenden Auseinandersetzung mit Themen wie Vergänglichkeit, Luxus, Habitus und Hedonismus, aber auch Materialität.Florian Huber fängt die füchtige Momente des Feierns ein und konserviert diese in seinen Werken.Die Textzeile „Never kiss a cactus, it’s one of Momma’s tips“ des englischen „Cactus Song“ erhält in der Kombination von spitzen, stählernen Piñata-Skulpturen und den luftleeren Ballons einen ungewohnt ernsten Beiklang. Schein und Sein werden hier kritisch hinterfragt, wie in den Skulpturen selbst. Aus Stahl gefertigt, werden die Piñatas ihrem ursprünglichen Nutzen beraubt und so zum bloßen Symbol der Kapitalisierung traditioneller Praktiken, was besonders deutlich wird in der Gegenüberstellung von knallig lackierten und beinahe roh wirkenden Skulpturen.Florian Hubers Werke ziehen mit ihren knalligen Farben, glänzenden Oberflächen und populären Motiven die Blicke auf sich. Was als Einzelobjekt vor allem dekorativ wirkt, entfaltet in der Serie tiefere Bedeutung und zeugt von einer Auseinandersetzung mit wichtigen Themen unserer Zeit. Küss keinen Kaktus, lass Dich nicht von seiner goldenen Oberfläche täuschen, denn das könnte wehtun.

Florian Huber

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